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Mast- und Schotbruch

Mast- und Schotbruch wörtlich genommen. So stellte sich der 2. Platz bei der diesjährigen Papierbootregatta für die Jugendgruppe des HYC dar.

Aber der Reihe nach:
Unser 2. Vorsitzender, Frank Buchholz, hatte auf einem Flyer entdeckt, dass auch in diesem Jahr wieder eine Papierbootregatta während des Steinhuder Meers in Flammen stattfinden sollte.
Gesehen und in die Tat umsetzen war dann für die Jugendgruppe eins. Nach der Ideenfindung der Jugendgruppe, einen Optimisten nach zu bauen, wurde dieses Vorhaben während des Zeltlagers begonnen. Nach einigen grundsätzlichen Problemen, es war keine Pappe in ausreichender Menge und Größe zu bekommen, konnte dank der großzügigen Unterstützung einer Spedition das Zurechtschneiden beginnen. Maßgeblich geleitet von Stephan Speidel und Frank Buchholz und mit großem Engagement von A. Müller-Rosenau und der begeisterten Hilfe der Jugendlichen wurde zunächst der Rumpf auf Kiel gelegt. Während der Bauphase ergaben sich immer wieder neue konstruktive Probleme, die jedoch alle gelöst werden konnten.

Ausschließlich Papier und/oder Pappe, Kreppband und Naturtauwerk durften Verwendung finden.
Als Segel wurden schließlich Tapeten benutzt. Die Takelage bestand aus Papprollen unterschiedlicher Dicke.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Mit viel Energie wurde noch am Vorabend des Wettfahrttages der restliche Anstrich und die Verstakungen angebracht. Natürlich durfte die Taufe am Wettfahrttag nicht fehlen.

Die "Gegner" erwiesen sich als harte Nüsse, die es zu knacken galt. So wurde doch vom Förderverein der Steinhuder Schulen e. V. der Steinhuder Hecht nachgebaut. Seine Besatzung bestand aus 2 Soldaten und dem Kapitän Scharnhorst.

Der zweite Wettbewerber fand sich in der Jugend der Evangelischen Kirchengemeinde Steinhude, die mit einem Katamaran punkten wollte.

Der Katamaran ging als erstes an den Start. Im folgte das Team des HYC.

Immer wieder die Angst: hält das Boot/der Rumpf die Strecke von ca. 100 m durch?
Das Team um Steuermann Dominik, den Schwimmern Nelly, Lisa und Klaas-Werner und dem Masthalter Tim, hatte alle Hoffnung auf ihrer Seite. Es war Halbwind und dieser war beim Start nicht zu stark.
Schnell gewann das Team an Fahrt und nährte sich der Wendemarke.

Schon hier stellte sich heraus, dass Pappe einen enormen Auftrieb erreicht. Die Ruderanlage wurde einfach hochgedrückt. Ähnlich verhielt es sich mit dem seitlich angebrachten Steckschwert.. Aber das Rigg - und das war das Entscheidene - hielt. Um einer möglichen Halse aus dem Weg zu gehen, entschlossen sich die Beteiligten die Wendemarke an Backbord zu lassen.

Und dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Der Wind frischte auf, drehte etwas nach rechts, so dass auf das Segel ein großer Druck ausgeübt wurde. Tim hielt mit aller Kraft den Mast fest, leider war der Druck zu groß, er kippte auf Höhe des Großbaums um.

Trotzdem gab die Crew nicht auf und brachte unter großer Anstrengung das Boot wieder zur Startplattform zurück.

Honoriert wurde der gesamte Einsatz mit einem schönen zweiten Platz nach dem Team um die Steinhuder Schulen und vor der Jugendgruppe der Evangelischen Kirche Steinhude.

 

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